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Meine Lernreise in virtuellen Netzwerken – dritte Station #workingoutloud

Meine Lernreise in virtuellen Netzwerken – dritte Station #workingoutloud

Working Out Loud Circle – gemeinsam wachsen

In der ersten Skype-Session des oben beschriebenen MOOCathon wurde das von John Stepper (@johnstepper)) entwickelte Working Out Loud (WOL) vorgestellt. Working Out Loud ist eine strukturierte Methode zur Verfolgung eines für Dich persönlich relevanten Ziels. Hierbei soll Dir das öffentliche Sichtbarmachen Deiner Arbeit unter Einbeziehung eines in diesem Prozess aufzubauenden Netzwerkes helfen. Working Out Loud basiert auf den fünf Kernelementen „deine Arbeit sichtbar machen“, „deine Arbeit verbessern“, „großzügige Beiträge leisten“, „ein soziales Netzwerk aufbauen“ und „zielgerichtet zusammenarbeiten“.

In 12 Wochen zum Ziel

Du kannst Working Out Loud allein praktizieren. John Stepper empfiehlt jedoch ein Peer Coaching in sogenannten Working Out Loud Circles, die aus zwei bis fünf Personen bestehen. Du triffst Dich mit Deinen Peers über 12 Wochen für eine Stunde wöchentlich, um anhand des WOL-Session-Guides gemeinsam praktische Übungen zum Aufbau von Beziehungen und letztendlich zur Erreichung Deines Ziels zu machen. Um die Methode anfassbar zu machen, wurde für den MOOCathon ein öffentlicher Working out Loud Circle etabliert, den man in Skype-Sessions mitverfolgen kann.

Working Out Loud Circle ad hoc zusammen gefunden

Working Out Loud erschien gleich so interessant und zukunftsweisend, dass sich direkt zu Beginn des MOOCathon spontan einige Teilgebende fanden, die diese Methode in WOL Training Circles ausprobieren wollten. Den WOL Training Circle 1 bilden meine Peers Nicole Meinholz (@nicole_meinholz), Stefan Deibel (@s_deibel), Volkmar Langer (@volkmarla) und ich (@carstenwittmer). Stefan kannte bereits ich aus zwei Treffen der Corporate Learning Community. Nicole und Volkmar kannte ich hingegen nicht. Allein das machte es für mich schon wieder spannend. Während die Kontakte bei Twitter und im MOOCathon bisher weitestgehend anonym waren, ist ein WOL-Circle doch schon wesentlich persönlicher und intensiver. Wir sehen und sprechen uns wöchentlich, außerdem gehen wir eine Verbindlichkeit ein. Wir wollen uns über 12 Wochen mit Blick auf unser WOL-Ziel gegenseitig unterstützen. Ich war sehr gespannt, ob das mit bisher weitestgehend unbekannten Menschen klappt. Da wir in unserem Circle räumlich über ganz Deutschland verteilt sind, nutzen wir auch hier eine virtuelle Form der Zusammenarbeit und treffen uns zu den wöchentlichen Sessions über Skype. Zur weiteren Abstimmung untereinander haben wir eine Yammer Gruppe gegründet. Dies ist gleichzeitig eine gute Gelegenheit, die Möglichkeiten dieser Plattform auszuprobieren.

Und los geht’s…

Die erste Session nahte und leider musste ich dieses erste Treffen kurzfristig absagen muss. So viel zum Thema Verbindlichkeit! Aber Working Out Loud sagt glücklicherweise auch, dass jeder in seinem Tempo arbeiten kann und man sich keinem Druck aussetzen sollte. Da hatte ich gerade noch ein Hintertürchen gefunden. 🙂 Nach der ersten Session posten meine Peers auch schon fleißig ihre Ziele in unserer Yammer Gruppe. Da musste ich schnell nachziehen. Mein Ziel lautete zunächst: „Ich will Ansatzpunkte finden, eine globale Service Academy um neue (digitale) Lernformate zu erweitern.“ An der zweiten Session konnte ich dann teilnehmen und endlich meine Peers kennenlernen. Ich bekam die Möglichkeit, mich und mein Ziel kurz vorzustellen und auch von den anderen zu erfahren, wer sie sind und was ihre Motivation bei Working Out Loud ist.

Beziehungsliste und großzügige Beiträge

Mittlerweile sind wir gemeinsam bei der siebten Session angekommen. Insgesamt ging es neben der Festlegung des individuellen WOL-Ziels in den bisherigen Sessions um das Suchen von Menschen, die jeden einzelnen bei der Erreichung seines Ziels irgendwann unterstützen können. Zu diesen Menschen gilt es, über soziale Netzwerke eine Beziehung aufzubauen und diese schrittweise zu  intensivieren. Ich folge den für mich und mein Ziel relevanten Menschen zum Beispiel auf Twitter oder habe zu Ihnen bei LinkedIn mit einer persönlichen Nachricht Kontakt aufgenommen. Letzteres lässt sich sehr gut mit einem Dankeschön für geleistete Beiträge verbinden.

Viele positive Rückmeldungen

Die Resonanz war bisher durchweg positiv, ich habe von fast allen eine positive Rückmeldung bekommen (Zurückfolgen auf Twitter oder Annahme meiner Einladung bei LinkedIn). Beim Aufbauen dieser Beziehungen sollte im Wesentlichen aufgezeigt werden, welchen Nutzen oder welchen Beitrag ich für diese Menschen leisten kann und ihnen nicht direkt einen Beitrag abzuverlangen. Dieser Ansatz basiert auf dem WOL-Kernelement „großzügige Beiträge leisten“, was das Geben in den Vordergrund stellt, ohne die Erwartung, direkt etwas zurück zu bekommen. Ich leiste diese Beiträge zum Beispiel über Twitter, in dem ich Tweets like, oder sie mit einem Dank an den Ersteller retweete. Ähnlich funktioniert dies über LinkedIn. Zum weiteren Vertiefen der Beziehung versende ich auch gern individuell formulierte Mails mit Empfehlungen zu Artikeln, die für die jeweilige Person interessant sein könnten. Über meine Beiträge baue ich mir nach und nach ein soziales Netzwerk auf, mit dem ich irgendwann an zielgerichtet an der Erreichung meines Ziels arbeiten kann.

Grafik Evolve to a better way of working

Empfohlene Struktur…

Wir nutzen in unserem Circle die deutsche Version des WOL-Session-Guide, der Woche für Woche eine Agenda und entsprechende Übungen vorschlägt. Mal halten wir uns genau an die Vorgaben, mal sind wir etwas freier. Die Vorbereitung der Übungen vor den Sessions ist für uns sehr hilfreich, um diese dann in Sessions gemeinsam zu besprechen. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass der WOL-Guide einen guten roten Faden vorgibt, Du Dich  aber nicht zwingend daran halten muss.

…und trotzdem flexibel

Working Out Loud erlaubt Dir nämlich, Dein eigenes Tempo zu wählen. Diese Flexibilität gilt auch für Dein WOL-Ziel. Wenn Du im Verlauf des Circles das Gefühl hast, dass Du Dein Ziel ändern möchtest, ist dies möglich. So habe ich nach der dritten Session sogar ein ganz neues Ziel festgelegt. Dieses lautet nun:  „Ich will einen maßgeblichen Beitrag zur Vernetzung in meinem Unternehmen leisten.“  Meine Beziehungsliste und die damit im Zusammenhang stehenden Aktivitäten habe ich entsprechend angepasst. Und manchmal kann das Ziel auch in den Hintergrund treten, während der Netzwerkaufbau und das Sichtbarmachen Deiner Arbeit in sozialen Netzwerken im Vordergrund stehen.

Mein WOL-Circle ist einfach top

Allein der Austausch mit meinen Peers ist sehr wertvoll. So stellte Volkmar z.B. seinen Einleitungstext für seinen Blog in der dritten Session vor und dazu bekam direkt Feedback von uns anderen. Oder ich bekam aus der Gruppe sehr gute Hinweise zur Umsetzung meines neuen WOL-Ziels. Unser Circle wächst immer weiter zusammen, was den offenen Austausch noch weiter intensiviert. Ich freue mich bereits auf die nächsten Sessions und kann mir vorstellen, dass, wir auch über die 12 Wochen hinaus in Kontakt bleiben und zusammen arbeiten.

Mein Fazit zum WOL-Circle:

  • WOL hilft mir dabei, mein persönliches Veränderungspotenzial zu erkennen.
  • WOL hilft mir, mich persönlich und nachhaltig weiter zu entwickeln.
  • WOL bestärkt und befähigt mich zum Aufbau von Wissensnetzwerken.
  • Meine WOL Circle Peers sind sehr wertvoll für mich. Die Zusammenarbeit beschleunigt meinen Veränderungsprozess.

Zum Abschluss:

Meine Lernreise in virtuellen Netzwerken habe ich vor knapp einem Jahr begonnen. Und heute kann ich sagen, dass diese Reise kein festgelegtes Ende hat. Ich habe mittlerweile diese Form des Lernens in meinen Tagesplan fest eingebaut und mit meiner Arbeit fest verknüpft. Jeden Tag gebe und erhalte ich neue Impulse, die mir täglich bei konkreten Dingen helfen und das Potenzial haben, vielleicht irgendwann auch einen Beitrag zu einer größeren Veränderung zu leisten.

Wir teilen Wissen und entwickeln uns gemeinsam weiter.

Vielen Dank an alle, mit denen ich bereits in Kontakt stehen darf und herzlich willkommen an diejenigen, die sich auch auf diese Reise begeben möchten.

 

Quellen:
John Stepper, Working Out Loud Website, http://workingoutloud.com
John Stepper, Working Out Loud: For a better career and life, 10. Auflage
Grafik „Evolve to a better way of working“: Kevin Gamble, An introduction to WOL

Meine Lernreise in virtuellen Netzwerken – zweite Station #cl2025

Meine Lernreise in virtuellen Netzwerken – zweite Station #cl2025

MOOCathon #cl2025 – auch bekannt als krasse Herde

Im Mai startete der als cMOOC und Hackathon organisierte MOOCathon #cl2025. Mehr als 1.000 Teilgebende diskutierten bereits im MOOC in zehn Wochen, wie sich Learning & Development im digitalen Zeitalter (neu) ausrichten muss. Acht namenhafte Unternehmen übernahmen wochenweise die Patenschaft, präsentierten ihre Sichtweise zum Lernen in der Zukunft und leiteten mit entsprechenden Fragestellungen die Diskussion ein. Themengebiete waren zum Beispiel der selbstorganisierte Lerner, neue Lern-Technologien, das 70:20:10 Modell, oder Learning Analytics.

Los geht es mit Skype

Gestartet wurde jede Woche mit einer Live-Skype-Session des jeweiligen Paten-Unternehmens. Dieses stellte zusätzlich über die Plattform colearn.de täglich Informationen über Präsentationen, Videos sowie weiterführende Literatur bereit und regte die Diskussion unter den Teilgebenden mit entsprechenden Fragestellungen an. Die Teilgebenden diskutierten diese unter der Woche und  konnten jeweils freitags an einer weiteren Live-Skype-Session zur Zusammenfassung der Ergebnisse teilnehmen.

Alle Plattformen zum Austausch möglich

Eine zentrale Plattform zur Diskussion und Abgabe von Beiträgen wurde nicht vorgegeben. Die Teilgebenden konnten zum Austausch alle nur erdenklichen sozialen Netzwerke und Plattformen nutzen. Die Beiträge wurden mit dem Hashtag #cl2025 gekennzeichnet und so plattformübergreifend auffindbar. Im Wesentlichen nutzten die Teilgebenden Twitter und die Plattform colearn.de. In Lerngruppen organisierte Teilgebende konnten für die Zusammenarbeit und Gruppenorganisation das Enterprise Social Network Yammer nutzen.

Tolle Zusammenarbeit aller Teilgebenden

Als absoluter MOOC-Neuling war ich neugierig, wie das Zusammenspiel zwischen den vielen Teilgebenden klappt. Wer ist wie aktiv? Wer macht wirklich aktiv mit und wer ist eher passiver Mitleser? Wie werden die Themen angenommen. Sind wir dazu bereit, offen und über Unternehmensgrenzen hinweg zu diskutieren? Auf meine Fragen kann ich nur positive Antworten geben. Der #cl2025 und die hier gelebte Zusammenarbeit unter den Teilgebenden begeistern mich total. Die von den Paten-Unternehmen präsentierten Themen sind genau diejenigen, die unsere Zukunft im Bereich Learning & Development prägen. Die Teilgebenden kommentierten und diskutierten in einem Umfang, einer Fachkompetenz und einer Vielschichtigkeit, die ich bei Weitem nicht erwartet hätte. Ich erlebte eine immer noch anhaltende hohe Eigendynamik und Motivation bei allen und möchte an dieser Stelle Annette Sell (@sellannette) zitieren, die den Begriff „krasse Herde“ für uns Teilgebende ins Leben gerufen hat. Und es ist wirklich eine krasse Herde, eine krass gute! Alle Diskussionen fanden absolut offen und auf Augenhöhe statt, Unternehmensgrenzen spielten keine Rolle. Die Teilnahme an den Live-Skype-Sessions zum Wochenstart und Wochenabschluss war sehr hoch und intensiv. Bereits während der Sessions wurde umfangreich auf Twitter kommentiert. Gleichzeitig wurden über Skype viele Fragen und Kommentare zu den präsentierten Inhalten abgesetzt. Unter der Woche wurden die Diskussionen im Wesentlichen über colearn.de und  Twitter geführt. Darüber hinaus erstellten besonders engagierte Lerngruppen wie die #gravityearners umfangreiche Wochenprotokolle und Monika Schlatter (@mschlatter) hat die wichtigsten Tweets zusammengefasst und als Wochengezwitscher etabliert.

MOOC zu Ende, aber es geht weiter

Im Juli endete der MOOC, sehr schade! Die Ergebnisse werden im Rahmen eines Hackathons zu einem Dokument verdichtet. Beim Corporate Learning Camp #clc17 wird eine Session zu den Erfahrungen und Ergebnissen des MOOCathons angeboten. Darüber hinaus ist die Motivation so hoch und das Netzwerk mittlerweile so stark, dass bestimmte Themen wie die Diskussion zur Rolle des Learning Facilitators in den Gruppen weiter geführt werden. Ich freue mich bereits jetzt, viele Teilgebende beim Corporate Learning Camp #clc17 im September in Frankfurt persönlich kennen zu lernen.

Mein Fazit zum MOOCathon:

  • Mich begeistert die hohe Motivation der Teilgebenden und die Diskussion auf Augenhöhe total.
  • Ich kann mein Wissensnetzwerk um viele wertvolle Menschen erweitern.
  • Ich habe richtig Lust, Beiträge zu leisten und erhalte eine Menge Wissen aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zurück.

#workingoutloud ist die dritte Station meiner Lernreise. Freue mich, dass Du mitkommst.

Quellen:
#cl2025 Logo: Corporate Learning Moocathon, Corporate Learning Community

Meine Lernreise in virtuellen Netzwerken – erste Station #twitter

Meine Lernreise in virtuellen Netzwerken – erste Station #twitter

Lernen in realen Netzwerken

Das Lernen in Netzwerken ist seit langem etabliert. Durch den gegenseitigen Austausch von Wissen haben wir als Lernende Zugang zu einer Vielzahl an Perspektiven und Erfahrungen, die uns den Lernprozess erleichtern. Dieser Effekt wird durch das gemeinsame Wiederholen des Gelernten noch weiter verstärkt.  Schon aus der Schule oder der Uni-Zeit kennen wir Lerngruppen. In der Berufswelt haben sich an vielen Stellen Communities of Practice gebildet, die oftmals sogar einen Wissensaustausch über Unternehmensgrenzen hinweg zum Ziel haben. Ich persönlich bin ein großer Fan dieses gemeinsamen Lernens, was sich bei mir jedoch bislang ausschließlich in Präsenz-Netzwerken abspielte. Im letzten Jahr entdeckte ich dann virtuelle Netzwerke als Sparrings-Partner zum Lernen und bin mittlerweile von der Mächtigkeit der fast unbegrenzten Möglichkeiten total begeistert. Ich möchte von meinen Erfahrungen berichten und Euch, sofern Ihr nicht schon dabei seid, für das Lernen in virtuellen Netzwerken gewinnen.

Lernen mit Twitter – ein mächtiges Wissensnetzwerk

Bislang war Twitter für mich immer mehr das Sprachrohr der Kardashians und Trumps als eine zuverlässige Informationsquelle. Zudem überforderte mich der Overflow aus meiner Sicht wertloser und uninteressanter Informationen. Twitter wäre nie in meine Auswahl von Lernwerkzeugen gekommen.  Dies sollte sich ändern, als Karl-Heinz Pape (@khpape) in der Corporate Learning Community begeistert vom Lernen mit Twitter berichtete. Er ging sogar so weit und machte den Twitter-Account zum Pflicht-Einstellungskriterium für L&D-Professionals. Spätestens diese Ansage saß bei mir, ich sollte mich doch einmal intensiver damit beschäftigen.

Twitter-Profil schnell angelegt

Gesagt, getan. Mein Twitter-Profil war schnell angelegt (@carstenwittmer), aber wie sollte ich jetzt weiter machen? Wie finde ich denn die richtigen Twitterer? Welche Profile sind für mich relevant? Wie filtere ich nach meinem Themengebiet Corporate Learning & Development? Und, und, und… Nach einem ersten Ansturm von Hilflosigkeit suchte ich mir zunächst einmal die Twitter-Accounts von bekannten Kollegen und Netzwerkpartnern, die ich für mein Interessensgebiet als richtungsweisend erachtete, und folgte ihnen. Die ersten Meldungen erschienen in meinem Twitter-Stream. Spannend, das klappt ja schon mal! Und nun galt es, mein Netzwerk zu erweitern – Schritt für Schritt. Ich orientierte mich zunächst an meinen bereits bestehenden Twitter-Kontakten. Wem folgen die denn, wer folgt denen? Außerdem half mir die Liste der Top 100 Workplace Learning Twitterer von Jane Hart. Und schon hatte ich eine gute Anzahl an Usern zusammen. Ganz einfach mit einem Mausklick folge ich ihnen und kann meinen sozialen Filter selbst bestimmen. So bekomme ich die für mich relevanten Tweets in meinem Stream angezeigt.

Zunächst nur mitlesen angesagt

Erstmal las ich nur mit, nach dem Motto „lieber nicht auffallen“. Die Kunst dabei ist, sich von der Menge an Informationen nicht überrollen zu lassen. Da kommt jeden Tag schon eine ganze Menge an Tweets rein. Wichtig: man kann und  muss nicht alles lesen. Ich überfliege mittlerweile zu relativ festen Zeiten die neuen Meldungen, entscheide spontan, was mich interessieren könnte und tauche dann gegebenenfalls tiefer ein. Dabei stoße ich immer wieder auf interessante, für mich neue Twitterer, denen ich folgen kann. Aber es geht auch andersherum. Stellt sich für mich heraus, dass ein User doch eher zu Themen twittert, die mich nicht interessieren, entfolge ich diesem. Ich nenne das Twitter-Hygiene.

Da geht noch mehr

Nach ein paar Wochen traute ich mir etwas mehr zu und begann, selber Tweets zu schreiben. Das kostete zunächst schon etwas Überwindung und ich startete erstmal damit, Tweets anderer zu retweeten. Und siehe da, diese wurden von meinen Followern durchaus geliked oder sogar retweetet. Also konnte ich mit meiner Auswahl gar nicht so falsch liegen. So begann ich nach und nach auch damit, die Tweets anderer zu kommentieren. Nichts „Falsches“ schreiben, das kann ja jeder lesen! Auch hierauf erhielt ich wieder die bereits bekannten Reaktionen meiner Follower. Die lesen also wirklich, was ich da schreibe und reagieren darauf. Von da an entwickelte sich das Ganze als Selbstläufer. Regelmäßig kommentiere ich Artikel, zitiere die Tweets anderer, erhalte darauf wieder Retweets oder Antworten. Damit einhergehend wächst auch meine Twitter-Community. Immer wieder stoße ich auf interessante Twitterer zum Folgen. Andere interessieren sich für meine Tweets und folgen mir, was ich sehr spannend finde und zu Beginn meiner Twitter-Aktivitäten so nicht erwartet hätte.

Ich habe mit Lernen über Twitter im Herbst 2016 begonnen. Nach neun Monaten habe ich mehr als 750 Tweets, folge über 130 Twitterern und habe selbst mehr als 100 Follower. Ich bin mittlerweile begeisterter Twitterer und empfinde den Austausch dort als großes Geben und Nehmen auf Augenhöhe. Jeder an Deinem Thema interessierte schätzt Deine Tweets und Du bekommst genauso etwas zurück, was Dich interessiert.

Mein Fazit zum Lernen mit Twitter:

  • Ich konnte über Twitter sehr schnell ein wertvolles Wissensnetzwerk aufbauen.
  • Mit Twitter bin ich immer auf dem neuesten Wissensstand.
  • Ich erhalte über Twitter sehr vielseitige Perspektiven und direktes Feedback.
  • Ich verwende Twitter als meinen Wissensspeicher.

Begleite mich weiter auf meiner Lernreise und komm mit zur zweiten Station #cl2025.

Quellen:
Twitter-Logo: Twitter Brand Portal